Festivitäten und Jubiläumsfeier geben sich die Klinke in die Hand. Sommerzeit und Hocketse. Schlecht für meine Taille, gut für die Gemeinschaft
Ein wenig Heuschnupfengeplagt niese ich mich durch den Wahlkreis und werde immer runder, seufz. Es ist unmöglich zu sagen, welcher Kartoffelsalat von welchem Verein in welcher Gemeinde leckerer ist und welches Kuchenbuffet opulenter… Wer jedoch meint: “Was schreibt sie denn da? Soll das politisch sein? Oder gar Wahlkampf?” Oh doch! Und wie!
Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement sich Kleingärtner wie z.B. in Oberkochen, Kleintierzüchter wie z.B. in Essingen, Feuerwehr oder Sportvereine in die Organisation solcher Höhepunkte stürzen. Und an den Biertischen geht es sehr wohl politisch zu. Man diskutiert nicht nur über die Strategie von Rot oder Schwarz, sondern durchaus über ernsthafte Dinge: Förderungen durch die Kommune, das Verhältnis zur Stadtverwaltung, Nachwuchsförderung, Kontakte zu befreundeten Organisationen, den beruflichen Alltag, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise… Es gibt vieles, das die Menschen bewegt. Mein Aufgabenzettel für Berlin wird immer länger…
Und noch etwas macht froh bei solchen Gelegenheiten: Die Erfahrung, dass Gemeinschaft noch funktioniert und dass die Ellenbogengesellschaft noch nicht jeden Bereich unseres Daseins erobert hat. An dieser Form des Miteinanders kann sich “die Politik” ein Beispiel nehmen, menschliche Nähe ist Bürgernähe.
Hallo Frau Sünder,
Sie sprechen mir aus dem Herzen, Miteinander, ohne Ellenbogen – Wo gibt es das, sicher nicht in der Politik, oder doch, mir scheint, dass viele Politker den Grund, warum sie zur Politik gegangen sind, vergessen haben und nur noch nach Macht und Einfluß gieren, ich hoffe, dass Sie nicht so sind, oder so werden auf Ihrem Weg in die Bundespolitik.
Es Grüßt P. Schneider
Von: Anonymous am 27. August 2009
um 19:13